Der Terror gegen Juden verschwindet aus dem öffentlichen Bewusstsein

Elisabeth Badinter (By Anaaaanaaas, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45202482)

„Die Philosophin und Feministin, [Elisabeth Badinter] hat im Nachrichtenmagazin ‚L’Express‘ einen Aufruf zum Kampf gegen den Antisemitismus in Frankreich veröffentlicht. ‚Das Attentat im jüdischen Supermarkt »Hyper Cacher«‘, ergänzt sie im Gespräch mit dieser Zeitung, das 2015 im Zusammenhang mit dem Attentat auf ‚Charlie Hebdo‘ verübt wurde, ‚ist im Begriff, aus der kollektiven Erinnerung zu verschwinden.‘ In ihrem Appell zitiert Elisabeth Badinter eine Stelle aus der TV-Dokumentation ‚Auserwählt und ausgegrenzt‘, die Arte und der WDR klammheimlich aus dem Programm genommen hatten und erst nach scharfer Kritik (und dann in entstellter Form) zeigten. Der Bürgermeister von Sarcelles beschreibt eindringlich die Angst der jüdischen Gemeinde und seiner Mitbürger, deren Sicherheit er nicht garantieren könne. ‚Beängstigend‘ nennt Badinter den Versuch der Sender, den Bericht über den Antisemitismus in den französischen Banlieues und in Palästina zu unterdrücken.

Der islamistische Terror in Frankreich hat nicht mit dem Attentat auf ‚Charlie Hebdo‘ begonnen. Vor fünf Jahren ermordete Mohammed Merah in Toulouse gezielt jüdische Kinder – auch sie sind aus der öffentlichen Gedächtnis verschwunden. ‚Die Bilder aus dem Bataclan und aus Nizza verfolgen uns‘, sagt Elisabeth Badinter: ‚Wir haben den Priester, dem die Kehle durchgeschnitten wurde, im Kopf. Die erschossenen Journalisten. Doch wer erinnert sich der Kinder in der jüdischen Schule? Merah machte es wie die Nazis, er zerrte ein siebenjähriges Mädchen an den Haaren und schoss ihm eine Kugel in den Kopf. Warum dringt dieses Bild nicht genauso in unser Bewusstsein?‘ (…) Seit der Dreyfus-Affäre 1894, als Emile Zola sein Pamphlet ‚J’accuse‘ publizierte, kämpfte die Linke gegen den Antisemitismus. ‚Eine neue radikale Linke hat diese Tradition verraten‘, sagt Elisabeth Badinter. ‚Sie solidarisiert sich mit den Arabern in den Banlieues und den Palästinensern. Der Kampf für diese Antizionisten hat den Kampf gegen den Antisemitismus zur Strecke gebracht.‘“ (Jürgen Altwegg: „Die Täter machen es wie die Nazis“)

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