Dem Islamischen Staat und Al-Qaida vergleichbare Gefahr

Qasem Soleimani an der syrisch-irakischen Grenze

„Eine vom Iran unterstützte Miliz erreichte diese Woche einen Meilenstein, indem es ihr gelang, bis an die irakisch-syrische Grenzen vorzurücken. Rudaw, die wichtigste Nachrichtenagentur der Kurdischen Regionalregierung (KRG), bemerkte dazu: ‚Die (schiitische) Haschd-Miliz könnte bald die irakische Version der libanesischen Hisbollah oder des mächtigen Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) im Iran sein.’ Irakisch-kurdische Kommandeure sind Berichten zufolge sehr besorgt, dass die zunehmende Konzentration von vom Iran unterstützten Milizen südlich des Sindschargebirges im Wüstengebiet im Nordwesten des Irak künftig zu Zusammenstößen mit kurdischen Streitkräften führen könnte. Es sind Bilder des IRGC-Kommandeurs Qasem Soleimani und des verurteilten internationalen Terroristen und hochrangigen schiitischen Milizkommandeurs Abu Mahdi Al-Muhandis an der irakisch-syrischen Grenze in Umlauf, auf denen sie offenbar ihre jüngsten Eroberungen feiern. (…)

Fabrice Balanche, eine Expertin am Washington Institute for near East Policy, schrieb Anfang der Woche: ‚Das syrische Regime arbeitet mit Hochdruck daran, eine »schiitische Achse« vom Iran bis zum Libanon zu etablieren.’ Dabei stellt die Hauptstraße von Amman nach Bagdad, die gegenwärtig nicht von iranischen Milizen kontrolliert wird, ein ernsthaftes Hindernis für die iranischen Pläne dar. Bagdad hat eine US-amerikanische Firma damit beauftragt, die Straße zu sichern und zu sanieren. Dies hat die iranischen Vertreter im Irak erzürnt. Die Sicherung, Verstärkung und Wahrung der Kontrolle über die Route liegt im wirtschaftlichen Interesse der jordanischen und irakischen Bevölkerung, läuft den langfristigen Plänen des IRGC jedoch zuwider. Der nominelle Kommandeur des zur Haschd-Miliz gehörenden Badr-Korps Hadi Al-Ameri drohte diese Woche dem US-Militär, dass seine Streitkräfte jeden Versuch, Kontrolle über die irakisch-syrische Grenzen zu erlangen, unterbinden würden. Ironischerweise kam Al-Ameris Miliz einst in den Genuss US-amerikanischen Kriegsgeräts, das von der Zentralregierung in Bagdad entwendet wurde. Es gibt bereits ungefähr 2000 schiitisch-irakische Kämpfer in Syrien. Wenn es ihnen gelänge, sich mit ihren Gesinnungsgenossen jenseits der Grenze zusammenzuschließen, würden sie eine dem Islamischen Staat und Al-Qaida vergleichbare Gefahr für die regionale Sicherheit darstellen.“ (Oubai Shahbandar: „Tehran’s road to Damascus“)

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