Choleraepidemie im Jemen: zugesagte Hilfsgelder fehlen

„Die Choleraepidemie im Jemen hat sich nach Angaben der UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiter ausgebreitet. Laut der WHO ist die Anzahl der Toten auf 1.742 gestiegen. Sie hat sich damit seit Juni beinahe verdoppelt. Seit die Epidemie im April ausgebrochen ist, hätten sich mehr als 320.000 Menschen angesteckt, teilte die Organisation mit. Besonders schnell breite sich die Krankheit demnach in den Provinzen nördlich der jemenitischen Hauptstadt Sanaa aus.

Der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, Stephen O’Brien, sagte am Mittwoch vor dem UN-Sicherheitsrat in New York, das Gesundheitssystem des Landes sei „praktisch zusammengebrochen“. Er forderte die UN-Mitgliedstaaten auf, die Mittel, die sie für humanitäre Hilfe zugesagt hätten, zu überweisen. Von den versprochenen Hilfsgeldern in Höhe von 2,1 Milliarden Dollar hätten sie bislang nur 688 Millionen tatsächlich ausgezahlt. Zusätzliche 250 Millionen Dollar seien notwendig, um die Choleraepidemie zu bekämpfen. Auch von diesen Geldern seien erst 47 Millionen eingegangen. (…)

14 Millionen Menschen fehlt es an Lebensmitteln. Nach Angaben des UN-Sondergesandten für den Jemen Ismail Ould Cheikh Ahmed wird der Konflikt immer schlimmer.“ (Zeit Online: „WHO meldet mehr als 1700 Choleratote“)

 

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