Chef des Geheimdiensts: Iran rückt näher an Israel als je zuvor

Yossi Cohen (Kobi Gideon, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62488968)

„Der Leiter des Geheimdienstes Mossad warnte am Montag, der Iran rücke durch seine Stellvertreterorganisationen näher ‚als je zuvor’ an die Grenzen Israels. Allerdings fügte er hinzu, dass Israel selbst weit hinter den feindlichen Linien aktiv sei. Israels Chefspion Yossi Cohen erklärte, die Islamische Republik bewaffne nicht nur die Terrorgruppen Hisbollah und Hamas, sondern arbeite auch an der Entwicklung waffenfähiger atomarer Kompetenzen. (…)

Cohen zufolge entfalte der israelische Geheimdienst ‚jährlich Hunderte, ja Tausende Aktivitäten, von denen manche komplex sind und weit hinter den feindlichen Linien stattfinden’. Seine Bemerkungen hatten einen gewissen Seltenheitswert, da Cohen sich nicht oft in der Öffentlichkeit äußert. Sein Geheimdienst konzentriere sich ‚lediglich auf die höchsten nationalen, sicherheitspolitischen und politischen Prioritäten’. Ganz oben auf der Liste stehe der Iran. Teheran ‚verfolgt sein Atomprogramm und seinen Plan zur Entwicklung von Atomwaffen unbeirrt weiter’, so Cohen. (…) In seiner Rede sagte der Geheimdienstchef, Teheran schüre Unruhe in der Region. (…) Neben dem Iran verwies der Leiter des Mossad auch auf die Terrorgruppe Islamischer Staat als eine fortbestehende Bedrohung nicht nur für Israel, sondern die ganze Welt. ‚Der Islamische Staat fordert uns weiterhin heraus’, erklärte Cohen. Die auch unter ihrem arabischen Namen Daesh bekannte Terrorgruppe bemühe sich, ‚uns und, was ebenso wichtig ist, unseren Freunden in der Welt Schaden zuzufügen’.“ (Judah Ari Gross: „Mossad chief: Iran ‚closer than ever before‘ to Israel’s borders“)

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