Das Kopftuch als Banner des Islamismus

Von Thomas Eppinger

Die seit kurzem wieder aufgeflammte Debatte um ein Verbot der Vollverschleierung und ein Kopftuchverbot für Staatsdienerinnen ist von Heuchelei geprägt. Selbstverständlich muss man die Vollverschleierung verbieten und das Kopftuch so weit es geht zurückdrängen.

Vorweg: Kopftuch, Niqab oder Burka sind im Islam kein religiöses Gebot und kommen im Koran nicht vor. Jede Form der Verschleierung ist ein Banner des Politischen Islams, nicht Zeichen besonderer Religiosität. Hijab, Burka und Niqab symbolisieren den Herrschaftsanspruch der Männer über die Frauen und jenen des Islams über die säkulare Welt.

Darum sind säkulare Muslime wie Dr. Amer Albayati, Präsident der „Liberalen Muslime Österreichs“, gegen das Tragen von Kopftüchern. Die Gründerin des Schweizer „Forum für einen fortschrittlichen Islam“, Saïda Keller-Messahli, bezeichnet das Kopftuch als „politisches Gebot der Islamisten“. (…)

Das Kopftuch ist kein religiöses Symbol sondern ein identitäres Abzeichen. Die Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes stellt in ihrer Erklärung zur Debatte um die Burka treffend fest:

„Alle Formen des Körperschleiers und des Gesichtsschleiers, sind Ausdruck religiösen Fundamentalismus, der Missachtung und Erniedrigung der Frau und ihrer Degradierung zu einem Objekt. Der Schleier, wie auch das Kopftuch, unterteilt Frauen in so genannte „ehrbare“ und „nicht ehrbare“ Frauen und ist somit eng mit dem Themenkomplex der Gewalt im Namen der Ehre verbunden […]

(Thomas Eppinger: Banner des Islamismus“)

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