Auseinandersetzung zwischen Saudis und Iran findet auch im Irak statt

„Das Zweistromland ist für den Iran und Saudi-Arabien von zentraler Bedeutung. Nachdem Barack Obama die letzten US-Truppen von hier abzog, gewannen die Iraner großen Einfluss: Die von ihnen kontrollierten Haschd-al-Schaabi-Milizen sind stärker als Iraks Armee, genau wie die iranisch gesteuerte Hisbollah-Miliz im Libanon die stärkste Kraft ist. Iraks Wirtschaft befindet sich in iranischen Händen, auch viele Parlamentarier folgen Teherans Weisungen. Aber längst nicht alle. Selbst schiitische Politiker lehnen Teherans Dominanz in Arabiens Kernland ab. Saudi-Arabien will schiitische arabische Nationalisten wie Muktada al-Sadr, einen der bedeutendsten schiitischen Kleriker des Iraks, auf seine Seite ziehen. Der politische Kampf um Bagdad dauert an.

Sie sind für die Saudis einer der wichtigsten Schlüssel, um Irans Vormarsch zu stoppen: die irakischen Kurden und ihr Anführer Massud Barsani, der einen eigenen Staat ausrufen wollte, aber zurücktreten musste, als die vom Iran gesteuerten Haschd-al-Schaabi-Milizen vordrangen. Gelänge es Riad, ein unabhängiges Kurdistan zu schaffen, wäre das ein schwerer Schlag für seine Kontrahenten, in deren Ländern kurdische Minderheiten leben: Syrien, Irak, Iran.“ (Gil Yaron: „Diese Feindschaft setzt den Nahen Osten in Brand“)

 

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