Analyse im Abseits: Die Wiener Zeitung über das Scheitern des Oslo-Friedensprozesses

Sehr geehrte Redaktion der Wiener Zeitung,

in seiner heutigen „Analyse“ des Scheiterns des sogenannten Oslo-Friedensprozesses („Paukenschlag aus dem Abseits“) schreibt Michael Schmölzer: „Israel versucht eine Zwei-Staaten-Lösung mit allen Mitteln zu verhindern“. Um diese Behauptung plausibel erscheinen zu lassen, erwähnt er den Ausbau bestehender Gemeinden, die er missverständlich als „den Bau jüdischer Siedlungen“ bezeichnet. Mit keinem Wort erwähnt er aber die israelischen Friedensangebote, die alle samt und sonders von den Palästinensern abgelehnt – und nach den Camp-David-Verhandlungen 2000 mit einem regelrechten Terrorkrieg gegen Israel beantwortet wurden. Und über das Scheitern des Friedensprozesses zu schreiben, ohne auch nur mit einem Wort auf den palästinensischen Terrorismus, den Wahlsieg der Hamas 2006, deren gewaltsame Machtergreifung im Gazastreifen oder die Tausenden Raketen zu sprechen zu kommen, die in den vergangenen Jahren auf Israel abgefeuert wurden, ist einseitig, verzerrend und eine geradezu groteske Irreführung der Leser der Wiener Zeitung.

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Medienbeobachtungsstelle Naher Osten (MENA)


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