Aleppo zu Weihnachten

Von Thomas von der Osten-Sacken

Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, warnte vor einer völligen Zerstörung Ost-Aleppos. Wenn das Bombardement so weitergehe wie derzeit, dann werde ‚es zu Weihnachten kein Ost-Aleppo mehr geben‘, sagte er der Süddeutschen Zeitung. Er habe den Eindruck, dass die syrische Führung dort eine beschleunigte militärische Entscheidung anstrebe.“ Nun, sollte de Misruta Recht haben, dann dürfte das große Aufatmen bald losgehen, vielleicht sogar schon pünktlich zum Weihnachtsfest: Kein Wegschauen mehr, kein Verdrängen, keine müden Rationalisierungen, warum man ja doch nichts tun könne. Dann wird es Ostaleppo und die meisten seiner Bewohner einfach nicht mehr geben, denen syrischer Präsident und russische Regierung ja annihilation angekündigt hatten.

Und danach wird auch klar sein, dass es sich in dieser New World Order auszahlt, noch jedes humanitäre Gebot ebenso wie alle Verbote des internationalen Kriegsrecht systematisch zu missachten und zu brechen – ob durch den Einsatz von Giftgas und barrel bombs oder durch die systematische Zerstörung jeder zivilen Infrastruktur und das gezielte Aushungern von Zivilisten.

Artikel zuerts erschienen auf Jungle Blog.

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